Montag, 3. März 2008

Flamenco-Video-Kanal auf YouTube

Das Vorschau-Video meiner DVD Vol. 2 Flamenco Guitar wurde über 100.000 mal abgerufen. Alle Videos auf dem MediosNuevos Flamenco-Video-Channel zählen bis dato  insgesamt 330.000 Views. Wurde YouTube anfangs, vor allem von den Verlagen, als Portal zur Verbreitung von urheberrechtlich geschütztem Material angesehen, wird es inzwischen doch gerne als kostenlose Werbeplattform genutzt. Für den Nutzer mag dieser unerschöpfliche Fundus ein Paradies sein, für den einzelnen Künstler, der z. B. von seinen Multi-Media-Lehrwerken lebt, ist es ein großes Ärgernis, wenn jemand irgendwo auf diesem Planeten der Meinung ist, er müsste jetzt einige, oder womöglich alle Lektionen eines Lehrvideos auf einem der aus dem Boden schießenden You-Tube-&-Co-Portale online  stellen. Musik, Video, aber auch Bilder unerlaubt auf seine Homepage zu stellen, oder sie anderweitig zu verbreiten, ist und bleibt eine Urheberrechtsverletzung. Mag sein, dass bei einer Röntgen-Aufnahme des eigenen Schultergelenks, bei der die Urheberrechte beim jeweiligen Arzt liegen,  kein Unrechtsempfinden aufkommt, aber bei geschrieben Büchern, gemachten Filmen, oder kreierten Kompositionen, müsste es sich doch inzwischen herumgesprochen haben, dass der Künstler davon lebt. Ein amerikanischer Kollege, der Online-Lektionen für Flamencogitarre zum Download gegen Bezahlung anbietet, kämpft fast täglich damit, bei YouTube eine Urheberrechtsverletzung seiner Werke zu melden. Womöglich könnte er ganz gut davon leben, aber die Motivation. seine Dienste aufrecht zu erhalten,  fällt von Monat zu Monat, da diese Überwachung nicht zu bewältigen ist.  YouTube und Konsorten verlangen zwar das UrhG*) zu beachten, aber leider weiss Yuang Lang Fing aus Pnomh Hang City nicht was das ist. YouTube muss nicht und hat auch nicht darüber zu wachen, reagiert aber sofort bei einer Anzeige. Der Anreiz von Millionen gesehen oder gehört zu werden, ist die Intension, oft nur ein Traum, eines jeden ambitionierten Künstlers, aber bitte nicht mit den Kreationen (Werken) anderer. Künstler, Verlage, Institutionen, die über Verletzungen weltweit wachen, haben nicht nur mit Fernost zu kämpfen, denn auch hier in deutschen Landen, nimmt das Unrechtsempfinden eher ab als zu. Es ist noch gar nicht so lange her, als YouTube sämtliche Videos eines deutschen Gitarrenlehrers (siehe Chip-Online) löschte, der quitsch-fidel die bekanntesten Hits der Cyber-Menschheit zur Verfügung stellte. Oder unlängst vertrat  ein Teilnehmer in einem Musikforum mit aller Vehemenz seine Meinung, dass er ausschließlich kopiertes Notenmaterial verwende, da er es eh nicht kaufen würde! Er wollte damit zum Ausdruck bringen, da er als armer Student diese Publikationen nicht kaufen könne, wäre es doch (l)egal, wenn er Kopien verwenden würde, nach dem Motto: Warum soll ich Kfz-Steuer bezahlen, die Straßen sind doch sowieso da!